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CVJM Fellbach e.V.

August 2026: Delegation des CVJM Fellbach zu Besuch in Kakuri

Heute ist schon unser dritter Tag in Nigeria und wir haben schon so viel erlebt.
Aber von vorne… Unsere Reise begann um 4.00 Uhr Morgens in Fellbach und mit mehr oder weniger Schlaf sind wir zum Stuttgarter Flughafen gefahren. Die 10 Stunden Flugreise vergingen viel schneller als gedacht und wir haben uns sehr gefreut, als wir von Nachanuya und Simon vom Flughafen in Abuja abgeholt wurden. Nach einer Nacht in Abuja ging es mit dem Zug weiter nach Kakuri. Im YMCA Kakuri wurden wir von einigen Mitgliedern, vom Youth Club, Girlsclub und Boysclub überrascht und mit einem Lied empfangen, das war ein sehr besonderer Moment für uns. 

Der nächste Tag startete mit einer Führung über das Gelände und Simon erklärte uns viel über seine Arbeit und die Nutzung der Räumlichkeiten. Wir hörten viel über Zukunftspläne und mögliche Veränderungen auf dem Gelände. 
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit vielen Jugendlichen haben wir den YMCA Kaduna, der eine kurze spannende Autofahrt entfernt liegt, besucht. Dieser Besuch war sehr berührend für uns, weil Michael einige seiner früheren Teilnehmern aus seiner Zeit in Kaduna getroffen hat. 
Wir haben eine interessante Führung über das Gelände bekommen. 

Zurück im YMCA Kakuri starte eine Bibel Arbeit passend zum Motto der YMCA Kakuri Week, The Shining Light. 

Wir freuen uns auf die nächsten Tage. 
 

4. Tag Mittwoch 19.08

Der 4. Tag unserer Reise war bisher mit Abstand der aufregendste Tag für uns.
Der Tag begann mit einem Termin bei der Commissioner of Youth Development (ein neues Ministerium, das sich um die Jugend kümmert), um die Arbeit des YMCA Kakuri und natürlich auch die Partnerschaft mit dem CVJM Fellbach vorzustellen. Direkt danach ging es weiter zu einem Termin bei der Deputy Governor of Kaduna State.
Dort warteten zu unserer Überraschung einige lokale Fernsehesender und filmten den Termin und anschließend durfte Stephie noch ein Interview geben. Danach haben wir mit dem Youth Club, also so etwas wie der Teeniekreis, eine Fragerunde im Garten des YMCA Kakuri gemacht. Wir haben über die Unterschiede von deutschen und nigerianischen Jugendlichen im CVJM und auch darüber hinaus gesprochen, das war sehr interessant.

 

5. Tag Donnerstag 20.08

Unser fünfter Tag begann wie gewohnt mit einem kleinen Frühstück im Hotel. Heute stand der Beginn des Kidscamps sowie ein Besuch bei der „Abuse and Mental Health Services Agency“ auf dem Programm.

Nachdem wir alle Kinder begrüßt hatten und sie ihre Lager bezogen hatten, begann das große Kennenlernen. Anders als bei uns beschränkte es sich nicht nur auf den Namen und das Lieblingsessen. Die Kinder stellten sich auch mit ihrem Stamm und ihrer eigenen Sprache vor. Dadurch konnten wir bereits einen ersten Eindruck von der kulturellen Vielfalt der Gruppe bekommen.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zur „Abuse and Mental Health Services Agency“, einer von der Regierung des Bundesstaates Kaduna organisierten Einrichtung, die sich unter anderem mit Präventionsarbeit und der Förderung der mentalen Gesundheit beschäftigt. Dort führten wir ein sehr interessantes und aufschlussreiches Gespräch. Gleichzeitig konnten wir die Arbeit und die Partnerschaft zwischen CVJM und YMCA vorstellen.

Dabei wurde deutlich, dass uns ein gemeinsames Ziel verbindet: Wir möchten junge Menschen stärken und ihnen einen Ort bieten, an dem sie Gemeinschaft erleben, Unterstützung erfahren können.

Zurück im YMCA ließen wir den Tag gemeinsam mit den Kindern ausklingen. Bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Frisbee und Gummitwist kam viel Freude auf. So endete ein ereignisreicher Tag mit viel Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.

6. Tag Freitag 21.08

Heute verbrachten wir den gesamten Tag mit dem Kidsclub. Nachdem wir 60 Kinder und 12 Erwachsene auf drei Kleinbusse verteilt hatten, machten wir uns gemeinsam vom YMCA auf den Weg zum Naturkundemuseum.

Dort wurden wir erneut von der Commissioner of Youth Development sowie der Museumsdirektion begrüßt. Anschließend erkundeten wir das Museum in kleinen Gruppen und erhielten eine interessante Führung.

Zurück beim YMCA erwartete uns ein leckeres Mittagessen, das jeden Tag frisch für uns und die Kinder zubereitet wird. Nach einer kurzen Pause ging es am Nachmittag mit Spiel und Spaß auf dem „Kakurianischen Plätzle“ weiter. Bei Fußball, Frisbee und vielen Gesprächen stand vor allem die gemeinsame Zeit mit den Kindern im Mittelpunkt.

Das Highlight des letzten Abends im Kidscamp ist traditionell der „Culture Evening“. Dabei trägt jeder seine traditionelle Kleidung aus dem eigenen Stamm. Einige der Kinder hatten sich bereits im Vorfeld kleine Programmpunkte überlegt und Tänze sowie Liedvorträge vorbereitet. So wurde der Abend zu einem bunten Fest der verschiedenen Kulturen und Traditionen.

Auch wir als Delegation haben uns für diesen besonderen Abend in Schale geworfen. Simon hatte uns bereits vollständig mit traditionellen Kleidern ausgestattet, sodass wir ebenfalls einen Teil unserer Gastgeberkultur tragen durften. Gemeinsam haben wir uns mit dem „Bibelentdecker“-Lied am Programm beteiligt.

7. Tag Samstag 22.08

Heute haben wir gemeinsam mit den Boardmitgliedern des YMCA Kakuri gefrühstückt. Im Anschluss stellte uns Simon Duchi die „Vision 2030“ des World YMCA vor. Dabei hatten wir die Möglichkeit, uns gemeinsam über die Ziele und Inhalte der Vision auszutauschen und darüber zu sprechen, welche Bedeutung sie für die Arbeit des YMCA vor Ort hat.

Währenddessen begannen unsere beiden „Spätzleschwoba“ Micha und Simeon damit, für rund 80 Personen Spätzle zu schaben und zu pressen. Insgesamt wurden dafür etwa 200 Eier und 14 kg Mehl verarbeitet.

Während die Spätzle vorbereitet wurden, konnten unsere Gäste beim German Day ihr Wissen über Deutschland in einem Kahoot-Quiz unter Beweis stellen und verschiedene deutsche Süßigkeiten probieren. Auch bei diesem Event war die Commissioner of Youth Development wieder zu Gast und konnte den YMCA live erleben.

Entgegen der angekündigten 80 bis 90 Personen kamen letztendlich leider nur etwa 50 Gäste. Dadurch hatten wir zunächst einen kleinen Spätzleüberschuss. Mit Hilfe von Take-away-Boxen konnten wir aber auch die übrigen Portionen vollständig verteilen.

Der German Day war ein voller Erfolg. Wir hatten viel Spaß beim gemeinsamen Kochen, Spielen und Austauschen und konnten unseren Gästen ein kleines Stück deutsche Kultur näherbringen. Vor allem die Spätzle waren dabei für die meisten ein echtes Highlight!

8. Tag Sonntag 23.08

Heute sind wir früher als sonst aufgestanden, um pünktlich kurz vor acht Uhr zum Gottesdienst in der Hekan Church zu sein. Da die Kirche nicht weit von unserem Hotel entfernt liegt, konnten wir  sogar zu Fuß dorthin laufen.

Der Gottesdienst war für uns eine besondere Erfahrung. Auch hier hatten wir die Möglichkeit, uns als Delegation vorzustellen. Der YMCA ist in der Gemeinde bereits ein Begriff, da viele Mitglieder der Hekan Church auch im YMCA Kakuri aktiv sind oder regelmäßig an dessen Veranstaltungen und Aktionen teilnehmen.

Zum Mittagessen wurden wir anschließend von Samuel Moses zu sich nach Hause eingeladen. Bei „Fried Rice and Chicken“ hatten wir erneut Zeit für Austausch und Gemeinschaft.

Am Nachmittag machten wir uns in Begleitung auf den Weg zum Markt. Dort konnten wir verschiedene Dinge wie Stoffe, Gewürze und andere lokale Spezialitäten entdecken. Dabei konnten wir noch einmal ganz andere Eindrücke vom Alltag und Leben in Kaduna sammeln.

Nun neigt sich unser vorletzter Tag in Kaduna bereits dem Ende zu. Während wir den Tag ausklingen lassen, sind wir damit beschäftigt, Dankes- und Abschiedsbriefe zu schreiben. Dabei wird uns immer bewusster, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viele besondere Begegnungen und Erfahrungen wir in den vergangenen Tagen sammeln durften.

 

9. Tag Montag 24.08

Heute war wieder ein aufregender Tag voller geplanter und ungeplanter Ereignisse. Begonnen hat der Tag mit einem Frühstück im Hotelzimmer: Banane, Toastbrot und frische Orange, wie fast jeden Morgen. Nachdem wir unsere Geschenke und geschriebenen Karten erfolgreich sortiert und eingepackt hatten, ging es wieder los zum Department of Youth Development.

Von dort sind wir zu 13. in einem Kleinbus, welcher von der Polizei eskortiert wurde, zum Ministry of Business Innovation and Technology (MBIT) gefahren. Dort konnten wir uns und den YMCA bei der Commissionerin Patience Fakai vorstellen. Möglich wurde dieser Besuch durch einige sehr nette Mitarbeiter im Department of Youth Development, welche von unserem ersten Besuch, der Arbeit und der Partnerschaft des YMCA sehr begeistert waren. Diese Unterstützung und Offenheit für den YMCA und uns als Delegation zu sehen, hat uns sehr gefreut.

Durch unsere neuen Kontakte in die verschiedensten Ministerien hatten wir im Anschluss an das Gespräch mit Commissionerin Patience Fakai die Möglichkeit, das Vocational Skill Center zu besuchen. Hier können Jugendliche an drei Standorten kostenlos an verschiedenen Programmen zur beruflichen Bildung in 14 verschiedenen Bereichen teilnehmen. Die Programme dauern zwischen 3 und 12 Monaten und sollen dabei helfen, die Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung, vorzugsweise unter Jugendlichen, zu bekämpfen.

Nach dem spannenden Besuch im Vocational Skill Center wurde uns der schönste Platz in Kaduna gezeigt: ein Polo Club, der durchaus sehr schön war, uns aber auch noch einmal gezeigt hat, wie nah beieinander zwei komplett unterschiedliche Welten liegen können.

Zum Abendessen wurden wir von Barr. I. I. Kantiok (National Trustee) eingeladen. Dort gab es zum Abschluss unseres Aufenthalts in Kaduna Pounded Yam, ein traditionelles Essen, zusammen mit Egusi Soup und Draw Soup.

Nach unserer abendlichen Nachbesprechung im Headquarter (Stephies Hotelzimmer) werden jetzt noch die Koffer gepackt. And then it's time to rest.

Sai gobe!

10. Tag Dienstag 25.08

Heute haben wir im YMCA noch ein paar Leute verabschiedet und sind anschließend mit Nigerianischer verspätung richtung Abuja aufgebrochen. Die Fahrt im Kleinbus hat ca. 3 Stunden gebraucht und wir konnten nochmal viele Eindrücke vom Landesinneren einfangen. Andere haben die Zeit für einen ausgiebigen Mittagschlaf genutzt. Die letzten Tage waren für uns sehr anstrengend und wir haben sehr viel erlebt. 

Rechtzeitig in Abuja angekommen hatten wir dann noch kurz Zeit das Hotel zu beziehen, bevor es zur Deutschen Botschaft ging. Dort haben wir versucht die Visa vergabe für unsere Freunde des YMCA Kakuri zu erleichtern und unsere Partnerschaft nochmal vorzustellen.