R.P.: Stäffelestour am 19.01.2019

Später als geplant, kommt nun dieser Bericht (und zugehörige Bilder noch später):

19. Januar 2019, 13 Uhr

7 gut gelaunte Erwachsene treffen sich an der U-Bahnhaltestelle Lutherkirche zur Stäffeles-Tour. Stäffele nennt man die Stuttgarter Treppen, die an den Hängen hinauf und hinab gehen und ursprünglich in den Weinbergen lagen.... Was früher sicherlich sehr mühselig und beschwerlich zu gehen war, sollte uns als sportliche Freizeitbeschäftigung mit herrlicher Aussicht dienen...

Eingeladen zu diesem Ausflug hatte der Rote Punkt unter der fachkundigen Führung von Ernst Männer-Reimitz. Und es war großartig! Zum Einem spielte das Wetter optimal mit und zum Anderen waren wir einfach eine nette Runde und es hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Mit der U-Bahn ging es rein nach Stuttgart bis zur Schwabstraße. Über die Rötestraße kamen wir zum ersten Stäffele, das uns auf die Hasenbergsteige führte. Am Wasserreservoir der Stadt Stuttgart genossen wir den ersten Ausblick über die Stadt im Kessel. Dann ging es weiter hoch: Vorbei am Hajek-Skulpturen-Park (ja, der hat auch das Leuze gemacht) bis zur Ruine des Hasenbergturmes. Ernst hatte zwischendrin spannende Details parat, so dass wir wussten, wer oder was vor uns lag.

Zum Beispiel, dass eben jener Hasenbergturm von den Nazis selbst gesprengt wurde, da er als Abwurfmarkierung für die Alliierten diente.

Wer oben ist, muss runter kommen ... Deswegen ging s nun über den Blauen Weg, vorbei an der Gäubahnlinie über die Rebenreute und Hohentwielstraße wieder zur ersten Staffel zurück. Hier zeigte sich der Grund für den früh im Jahr gewählten Zeitpunkt: Die herrliche Sicht auf Degerloch und Heslach. Ist hier alles grün, ist das auch schön, aber man sieht nicht so schön rüber!

Nun liefen wir die Hasenbergstraße wieder hinab und bogen auf die Karlshöhe ab. Am Fuße der Willi-Reichert-Staffel präsentierte uns Ernst das Stäffele-Gedicht von Willi-Reichert:

Wenn Stuagert koine Stäffele hätt,
no wärs koi Stuagert meh,
no wäret seine Mädla net
so schlank ond net so schee!
Dia steile Stuagerter Stäffele,
die haltet se en Schwong!
Dia, wenn de nuff- ond ronderrutscht,
do bleibscht jo rääsch ond jong!

Vorbei am Lapidarium endete am Marienplatz unsere Tour in einem sehr netten Lokal. Hier stärkten sich noch alle, bevor wir getrennte Wege gingen. Es war ein toller Ausflug! Vielen Dank an Ernst für die Organisation und an Anette für den warmen Tee und die Stärkung.

Stephanie Warth,  Bilder: Reiner Frey