Sie sind hier: Berichte + Bilder

Begegnungs- und Baufreizeit Nigeria 2007

Hier finden sich ein Bericht in der Fellbacher Zeitung, einige wenige Bilder vom Klinik-Bau in Kakuri (durch Klick vergrößerbar) und Kurz-Infos von der Begegnungs- und Baufreizeit in Nigeria (16.08. - 07.09.2007), die uns telefonisch aus Nigeria erreicht haben (in zeitlich umgekehrter Reihenfolge), .
Hilde + Pit

Die Nigeria-Reisenden vor der Abfahrt am Do., 16.8.07

Bericht in der Fellbacher Zeitung

Artikel in der Fellbacher Zeitung vom 18.09.2007:

Beim Bau einer Klinik in Nigeria ist Handarbeit gefragt 

Jugendliche und Mitarbeiter des CVJM Fellbach helfen ihrem Partnerverein - Schwarze und Weiße mauern gemeinsam ohne Betonmischer 

Fellbach/Kakuri (g). Seit einer Woche sind sie wieder zurück: Zehn Jugendliche und zwei Mitarbeiter des CVJM Fellbach haben ihrem Partnerverein YMCA Kakuri in Nigeria in einem Workcamp geholfen, eine Klinik für Kinder unter fünf Jahren zu bauen. Bis Jahresende soll sie fertig sein.
Wie bereits berichtet, hatten sich Mitte August zehn junge Leute des CVJM Fellbach unter der Leitung ihres Jugendreferenten Kurt Schmauder und des ehrenamtlichen Mitarbeiters Thomas Wenzel auf den Weg nach Nigeria gemacht, um ein sichtbares Zeichen für Kinder unter fünf Jahren und ihre Eltern aufzubauen: eine "Under-five-clinic". Da auch in Kakuri zu diesem Zeitpunkt Schulferien waren, wurde das Fellbacher Team um weitere sechzehn Jugendliche aus Nigeria verstärkt: zehn vom Partnerverein und sechs aus CVJMs aus dem Süden Nigerias.
Diesem großen Team gelang es in 14 Tagen, das Mauerwerk bis zur Stockwerksdecke hochzumauern. Ebenso konnten 16 der 20 Pfeiler betoniert werden. Allerdings standen für diese Arbeiten weder Betonpumpen noch Betonmischer zur Verfügung: Alles war von Hand zu machen. So wurden in diesen Tagen 15 Lastwagenladungen mit Lehmerde zur Verfüllung des Fundamentes eingebracht sowie zwei Lastwagenladungen Sand und eine Ladung grober Splitt mit 40 Sack Zement vermischt. Über 1000 Blocks wurden auf die Baustelle getragen und vermauert.
Welche Bedeutung der Start dieses Projektes für den Stadtteil Kakuri, aber auch für die ganze Stadt hat, wurde schnell durch Besuche verschiedener "Chiefs" aus den Stadtteilen, den Besuch des stellvertretenden Oberbürgermeisters und den Besuch der Präsidentin der Frauenrechtsbewegung in Nigeria deutlich. In allen Kirchen war es Thema in den Predigten, und selbst das Regionalfernsehen brachte einen 20-Minuten-Bericht.
Das Besondere dieses Projektes lag aber sicherlich auch darin, dass schwarze und weiße Jugendliche gemeinsam dieses Projekt vorwärtsbrachten, berichtet Kurt Schmauder: "Dabei entstand manche Freundschaft, die dieses Workcamp lange überdauern wird". Da die Lebensumstände, das Essen und die gesundheitlichen Umstände überhaupt keine Probleme bereiteten, wird der Einsatz - auch von dieser Seite ungetrübt - sicher bei allen Teilnehmern einen bleibenden Platz in ihrem Leben einnehmen: die Erfahrung, dass arme Menschen dennoch glücklich sein können, und die Bedeutung des persönlichen Glaubens als Hoffnung für das ganze Leben. Was alle weiterhin beschäftigen wird, ist das Erleben von Armut, das Leben unter einfachsten Umständen auf einem Stand, der für die Besucher aus Deutschland wenigstens hundert Jahre zurückliegt. Und gleichzeitig Menschen in einem Land zu erleben, die auf dem Weltmarkt nur bestehen können, wenn sie modernste Mittel zum Einsatz bringen.
Für die meisten Beteiligten stand bereits beim Heimflug die Frage nach dem nächsten Workcamp im Raum, welches unter solchem Interesse sicherlich kommen wird.

Bilder vom Bau der "under-five-clinic"

10. und letzte Nachricht von Freitag mittag, 07.09.07

Unsere Nigeria-Reisenden sind am Vormittag des Freitag, 07.09.2007, ein bisschen müde, aber gutgelaunt in Stuttgart  gelandet und von einer größeren Gruppe, vor allem ihren Familien, in Empfang genommen worden. Lediglich ein Koffer fehlte!

Mit einer kurzen Andacht, mit dem Dank an Gott für alles Bewahren und Gelingen-lassen und einem schwäbischen Frühstück im CVJM-Heim ging die Begegnungs- und Baufreizeit in Nigeria zu Ende.

9. Nachricht von Mittwoch abend, 05.09.2007

Unsere Nigeria-Reisenden sind, trotz kräftigen Regens, planmäßig und gut auf der Farm in Abudja angekommen, auf der sie auch zu Beginn der Reise waren. Sie verbringen dort (für diesmal) die letzte Nacht auf afrikanischem Boden, die nächste Nacht sind sie dann schon in der Luft in Richtung Heimat.

Übrigens hat Kurt angekündigt, dass sie einen Sack voll afrikanischer Sonne mitbringen wollen, um das hier vorhandene trübe Wetter etwas aufzuheitern.

8. (Kurz)-Nachricht von Montag abend, 03.09.2007

Beim Überwechsel unserer Nigeria-Reisenden von Kakuri/Kaduna nach Jos hat alles gut geklappt.

7. Nachricht von Freitag mittag, 31.08.2007

Heute mittag erhielten wir wieder einen Anruf von Kurt Schmauder mit den neuesten, wieder nur guten, Nachrichten aus Kakuri.

Alle sind gesund, fühlen sich sehr wohl, haben nach wie vor Spass am afrikanischen Leben, am Arbeiten und Feiern.

Die Bauarbeiten sind so weit vorangeschritten, dass das Dach aufbenoiert werden kann. Damit ist das vorgesehene Pensum geschafft !

Gestern beteiligte sich unsere Gruppe zusammen mit den Freunden aus dem YMCA Kakuri an einem Umzug durch die Stadt. Mit Transparenten, Musik und Tanz wird jede Woche für das früher im YMCA Kakuri angesiedelte Anti-Aids-Programm und für ein entsprechendes Leben geworben. Es gehe sehr lustig zu, erinnere ein bißchen an unsere Karnevalsumzüge, allerdings ohne Verkleidung. Ca. 200 Kinder werden extra mit Bussen hergebracht. Zu dem Umzug war diesmal ein Fernseh-Team gekommen, das sich dann auch für den Aufbau der Under-five-clinic interessierte und ein Interview mit Kurt und Gadzama führte. Sie wollen heute noch einmal kommen, um Aufnahmen zu machen.

Vor kurzem stand die Besichtigung einer Brauerei auf dem Programm. Dort war Gadzama, ein YMCA-Ausschussmitglied, der auch schon in Fellbach war, leitend tätig. Kurt und Gadzama konnten mit der gegenwärtigen Geschäftsleitung über Brunnenbohrungen durch die Firma sprechen, die in der Stadt neue Wasserquellen für die Bevölkerung erschließen sollen.

Es kommt immer wieder Besuch vorbei, heute war z.B. Andrew Ibi da, manche Fellbacher CVJMer kennen ihn ja, er läßt alle herzlich grüßen.

Morgen ist unsere ganze Gruppe zu einer Hochzeitsfeier eingeladen.

Trotz der vielfältigen Erlebnisse wird wohl doch die Sehnsucht nach einem guten schwäbischen Frühstück und abwechslungsreichem Essen, nach dem PC, gepflegtem Duschen und einem bequemen Bett immer ein wenig stärker. Kurt meinte, man lerne die heimischen Annehmlichkeiten ganz neu schätzen ...

Am Sonntag fahren die Nigeria-Fellbacher weiter nach Jos.

6. Nachricht von Sa. nachmittag, 25.08.2007

Nach wie vor geht es allen unseren Nigeriafahrern sehr gut.

Die gestrigen Arbeiten, die von ca. 10 bis 19 Uhr (mit/ohne Pause ?) dauerten, bestanden vorwiegend darin, für das Fundament der under-five-Klinik 15 Lastwagen-Ladungen mit lehmigem Boden zu verfüllen, und das "mit der Hand am Arm"; Maschinen wie Bagger stehen dort nicht zur Verfügung.
Die Mauer des Erdgeschosses hat jetzt etwa die halbe Höhe.
Dass die für eine ganze Woche geplanten Arbeiten schon gestern bewältigt wurden, liegt an der Effektivität und dem Einsatz, die alle Beteiligten zeigen.

Der Bau der Klinik hat sich wohl so positiv herumgesprochen, dass immer wieder Bewohner aus der Stadt interessiert vorbeikommen.
Aber es war auch schon "hoher Besuch" da. So kamen zunächst zwei Ortsvorsteher, die dann wohl auch veranlaßt haben, dass der stellvertretende Bürgermeister eine Baustellenbesichtigung machte.
Aber auch die Präsidentin der Frauenvereinigung hat sich informieren und in der Art inspirieren lassen, dass sie ihren Sohn zum Mitarbeiten geschickt hat.
Und der ehemalige Generalsekretär des YMCA Nigeria, Herr Akboko (Schreibweise ?), hat es sich nicht nehmen lassen, den Baufortschritt in Augenschein zu nehmen.
Und aus dem Ort tauchen immer wieder "Chiefs" auf, die das Projekt verfolgen.
Und bei allen Neugierigen und Besichtigern ist große Freundlichkeit zu spüren.

Zur Klarstellung: bei der Unterkunft unserer Gruppe, die in einer der letzten Nachrichten als komfortabel bezeichnet wurde, sollte ergänzt werden, dass sie als landestypisch komfortabel zu sehen ist, für unsere hiesigen Verhältnisse wohl eher einfach. Es gibt dort auch einen Swimmingpool, aber leider ohne Wasser. Aber sehr positiv ist wohl, dass auf dem Unterkunftsgelände ein Restaurant ist, in dem es z.B. auch Bier zu trinken gibt.

Kurt Schmauder läßt ganz herzliche Grüße an Sie alle von allen Nigeriafahreren übermitteln.

5. Nachricht von Fr. abend, 24.8.2007

Kurt Schmauder hat heute abend im Apricot angerufen, von Anne Braun kurz zusammengefaßt:

Die Gruppe ist wohlauf, gesund und munter. Alle saßen beim gemeinsamen Abendessen (Spaghetti mit Fisch + Kopf).
Es war ein arbeitsreicher Tag. Sie haben das Programm absolviert, für das eine ganze Woche eingeplant war.
Kurt Schmauder schickt herzliche Grüße an alle.

4. Nachricht von Do. vormittag, 23.08.2007

Allen unseren Nigeria-Reisenden geht es sowohl gesundheitlich als auch stimmungsmäßig sehr gut.
Untergebracht ist die Gruppe im komfortablen ehemaligen Gästehauszentrum von Chief Atschimugu (hoffentlich richtig geschrieben; der Name muss wohl manchem was sagen), das zu einer ehemaligen Baumwollspinnerei gehört hat.
Gestern stand einerseits das "Kennenlernen" auf dem Programm, so auch mit den 15 Nigerianern, die beim Bau der under-five-Klinik mitarbeiten, davon zehn aus Kaduna und fünf von außerhalb. Zudem tauchen laufend "alte Bekannte" auf, die man von früheren Begegnungen in Kakuri bzw. in Fellbach kennt.
Andererseits diente der Tag dem Einkauf von verschiedensten Baumaterialien.
Aber es war auch Zeit zu einem Stadtspaziergang.
Heute wird nun mit den Bauarbeiten für die Mauer der Klinik begonnen, aber auch die Mithilfe in der Küche bei der Zubereitung von nigerianischen Speisen ist gefragt.

3. Nachricht von Di. abend, 21.08.07

Unsere Nigeria-Reisegruppe ist heute wohlbehalten in Kakuri eingetroffen und von vielen jungen Leuten herzlichst auf dem YMCA-Gelände empfangen worden.
Inzwischen haben sie ihr Quartier in einem komfortablen Gästehaus bezogen.
Die Stimmung in der Reisegruppe ist sehr gut, alle sind wohlauf und sie sind mit Vorfreude gespannt auf die nächsten Tage in Kakuri.

2. Nachricht von So., 19.08.2007

Allen unseren "Nigerianern" geht es sehr gut. Sie haben auf der Farm bei Abudja bei der Erdnußernte geholfen, vertragen sich bestens mit dem Klima - die Regenzeit ist bis jetzt sehr moderat - und lernen neue Speisen kennen, bis hin zur selbstgefangenen und gebratenen Schlange (diese bietet wohl viele Knochen und wenig Fleisch!). Die Stimmung sei sehr gut, das Zusammenleben mit den nigerianischen Freunden mache Spaß, also ist alles bestens.

1. Nachricht von Fr., 17.08.2007

Alle Nigeria-Reisenden sind gut und pünktlich nach einer völlig problemlosen Reise in Nigeria angekommen. Sie sind seit gestern abend auf der Hope Eden Farm bei Abudja, haben heute dort mitgeholfen und fühlen sich rundum wohl.